Der Hochzeitstisch

HochzeitstischDiese Tradition, die ursprünglich aus den USA stammt, wird auch hier in Deutschland immer verstärkter praktiziert. Die Idee dazu stammt aus einem US-amerikanischen Kaufhaus, das durch den Hochzeitstisch dem Brautpaar die Möglichkeit geben wollte, vorab Muster für Geschirr, Töpfe und weitere Haushaltswaren festzulegen. So konnte der Geschmack des Paares bei den Geschenken getroffen werden. Es war früher üblich, zur Hochzeit vor allem praktische Dinge für den ersten gemeinsamen Haushalt zu schenken.

Im Wandel des Konsums

Aus dieser Idee heraus entwickelte sich dann der heutige Hochzeitstisch: in einem Kaufhaus können auf diesem Tisch alle möglichen Hochzeitsgeschenke dekoriert werden, die das Paar sich wünscht. In der Regel sollen Geschenke in unterschiedlichen Preiskategorien darauf liegen, sodass für jeden Gast etwas dabei ist. Bietet sich kein Platz für einen Tisch oder sind die Gäste weit verstreut, dann bieten viele Kaufhaus-Ketten auch eine Hochzeitsliste an, die in ihrem System abrufbar ist.

Virtuelle Hochzeitstische

Im Zuge der Internetausbreitung, gehen viele Pärchen dazu über online Wunschlisten und –tische zu erstellen. Dafür gibt es eigene Anbieter. Oder aber man greift auf Wunschlisten der großen Online-Shops zurück. Per Passwort können sich die Hochzeitsgäste dann einloggen und eines der Geschenke auswählen. Manche Dienstleister bieten sogar reine „Geldgeschenk-Listen“ an: der Gast loggt sich dort ein, kann per Kreditkarte einen bestimmten Betrag zahlen und die Gesamtsumme wird dem Paar am Ende der Hochzeit überwiesen. So können Reisen oder teurere Anschaffungen finanziert werden.

Vor- und Nachteile

Verständlich ist natürlich der Wunsch, nur Dinge geschenkt zu bekommen, die einem persönlich auch gefallen. Auch einigen Gästen wird es sehr angenehm sein, sich keine großen Ideen über das Geschenk machen zu müssen und einfach bequem online bestellen zu können. Bedenken sollte man dabei aber auch, dass die persönliche Note verloren geht. Überraschungen wird es so auch keine mehr geben und wer Pech hat, der vertreibt auch all Kreativen. Oft bekommt man sehr herzliche selbstgemachte Geschenke, wenn man keine Vorgaben gibt. Auch Geldgeschenke können sehr schön verpackt sein – wenn man sie nicht einfach online überweisen lässt. Es bleibt also abzuwägen, für welche Option man sich entscheidet.

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